Kleine Welt der Spiele

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Cooking Mama Cook Off

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Aus technischer Sicht gibt der Titel nicht viel her. Der Comiclook bietet zwar einen gewissen Charme, kann aber aufgrund fehlender Details nicht bzw. nur wenig überzeugen. Weder die Zutaten, noch die zu verwendenden Gegenstände sind schön anzusehen. Die Welt bei Cooking Mama ist nicht rund, sondern eckig. Ob Messer oder Obst, alles ist eckig und kantig. Zwar ist es nicht so, dass man das Gewürz oder die Gemüsesorte nicht erkennt, da jedoch das Auge bekanntlich mit isst, setzt der Hunger nur bei wirklich verzweifelten Spielern ein.

Wer nun denkt, dass der Sound zumindest stimmig ist, der wird auch in diesem Punkt enttäuscht. Zwar bieten alle Gegenstände unterschiedliche Soundfiles an, jedoch sind die weder abwechslungsreich, noch schön anzuhören. Auch der Soundtrack bietet keinen Grund dafür die Boxen lauter zu drehen – eher im Gegenteil. Nach einiger Zeit beginnt die Anfangs erträgliche Musik tierisch zu nerven. Aber da ja aller guten, bzw. schlechten, Dinge drei sind, sollte noch die englischsprechende „Synchronstimme“ mit Ihrem – für uns Europäer nach spätestens einer halben Stunde – nervenden asiatischem Akzent erwähnt werden. Denn nach jeder gelungenen Aktion, z.B. erfolgreich einige Eier hintereinander aufschlagen, wird der Spieler mit Sätze wie „You are better than mama“ belohnt. So kommt es vor, dass einem dieser Soundschnipsel innerhalb von fünf Minuten 3-4 mal um die Ohren gehauen wird. Das das alles andere als schön ist, kann sicherlich jeder nachvollziehen.

Schnibbeln, raspeln und brutzeln…

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Gekocht wird bei Cooking Mama mit der Wii-Remote. Diese wird entsprechend der jeweiligen Aufgabe in bestimmte Richtungen bewegt. So kommt es vor, dass die Wiimote wie ein Messer beim Gurkenschneiden bewegt wird, oder die Situation beim Ei aufschlagen nachgeahmt werden muss. Die Idee die dahinter steckt ist zwar lobenswert, das ganze scheitert jedoch an der Umsetzung. Denn das größte Problem beim Kochen sind nicht die zu absolvierenden Aufgaben, sondern das Kontrollieren der Steuerung. Diese ist nämlich teilweise träge, in der Regel ungenau und nicht wirkliche synchron zu den eigenen Bewegungen. Hinzu kommt noch das man anhand der äußerst undeutlichen und unverständlichen Aufgabenbeschreibungen selten sofort weiß, wie die genaue Bewegung zum absolvieren des nächsten Aufgabenbereiches aussehen soll – das Chaos ist somit vorprogrammiert.

Alleine kochen ist doof…

Wer keine Lust mehr hat sich alleine mit der ungenauen Steuerung auseinanderzusetzen, der hat die Möglichkeit einen zweiten Leidensgenossen/-genossin mit vor den virtuellen Kochtopf zu nehmen. Aus allen bis dahin freigespielten Gerichten kann anschließend um Punkte und um die Wette gekocht werden. Absolviert wird das ganze gleichzeitig im allseits bekannten horizontalen Splitscreen-Modus. Einen Onlinemodus gibt es hingegen nicht.

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