Katrin de Vries

 

Über das Erzählen

Erzählen und Erzählt Bekommen sind Urbedürfnisse des Menschen.

Ja. Urbedürfnisse.

Sie alle wissen das.

Urbedürfnisse müssen gestillt werden.

Unbedingt müssen Urbedürfnisse gestillt werden.

Sie alle wissen das.

Vielleicht haben Sie es vergessen. Aber Sie alle können das wissen.

Vielleicht haben Sie es vergessen.

Bedenken Sie sich zu den anderen.

Bedenken Sie sich unbedingt zu anderen.

Bedenken Sie Ihr Reden zu den anderen.

Bedenken Sie sich im Reden zu den anderen.

Und vielleicht haben Sie Kinder.

Hören Sie den Kindern zu. Die Kinder werden Ihnen erzählen.

Und erzählen Sie den Kindern. Die Kinder hören Ihnen zu.

 

Aber vielleicht können Sie den Kindern gar nicht erzählen.

Das Kind möchte erzählt bekommen. Ihnen fällt nichts ein.

Sie können dem Kind gar nichts erzählen.

Das Kind will nicht ihren Tag gesagt bekommen.

Das Kind will nichts gesagt bekommen.

Das Kind will erzählt bekommen.

Das Kind will eine Geschichte erzählt bekommen.

 

Aber. Was ist eine Geschichte.

Ja. Was ist in dieser unserer Gegenwart eine Geschichte.

Kaum eine weiß das noch.

Und kaum einer weiß das noch.

Kaum eine und kaum einer kann dem Kind in dieser unserer Gegenwart noch eine Geschichte erzählen.

Wir wissen nicht mehr wie eine Geschichte ist.

Und. Wir haben keine Geschichte mehr.

Ganz schnell ist die Geschichte verschwunden.

Das geschichtete Bekannte ist verschwunden.

Sie alle wissen. Micky Maus ist bekannter als jeder Machthaber.

Als jeder Machthaber.

Ist dann nun gut oder schlecht.

Das ist nicht wichtig.

Wir haben nichts bekanntes Geschichtetes mehr unter uns.

Überall ist Micky Maus.

Auf was stehen wir dann.

Stehen wir auf nichts.

Wir stehen auf Trümmern.

Und wir stehen auf etwas kaum Sichtbaren.

Die Trümmer interessieren mich nicht.

Mich interessiert das kaum Sichtbare.

 

Wir haben vergessen was eine Geschichte ist.

Immer und überall haben die Menschen vergessen.

Immer und überall müssen wir vergessen.

Das ist unbedingt notwendig.

Unbedingt ist das notwendig.

Wir haben vergessen was eine Geschichte ist.

Das ist nicht notwendig.

Aber es ist geschehen.

Kinder wissen noch was eine Geschichte ist.

Kinder verlangen nach einer Geschichte.

Und. Kinder verlangen Geschichte.

Kinder verlangen Geschichte. Kinder verlangen ihre Geschichte.

Kinder verlangen ihre einzigartige Geschichte.

Und Kinder haben eine einzigartige Geschichte.

Kinder wissen noch um ihre einzigartige Geschichte.

Und so verlangen Kinder auch nach Geschichten.

 

Beobachten Sie Kinder.

Beobachten Sie die Kinder im Spiel.

Im Spiel sprechen die Kinder.

Immerzu sprechen die Kinder im Spiel.

Das Kind spricht im Spiel mit mehreren Personen.

Das Kind ist im Spiel mehrere Personen.

Das Kind hat große Lust im Spiel mehrere Personen zu sein.

Erwachsene mit mehreren Personen sind krank.

Warum will das Kind im Spiel mehrere Personen sein.

Ja. Warum will das Kind im Spiel mehrere Personen sein.

Es gibt ein Wort dafür. Das Wort ist abgenutzt. Das Wort ist verbraucht. Das Wort taucht überall auf. Überall. So ist das Wort verbraucht. Das Wort ist leer. Das Wort ist tot. Es ist ein totes Wort.

Sie alle kennen dieses Wort.

Sie alle wissen um den Tod dieses Wortes.

Das Wort war lange da.

Und nun ist das Wort ganz und gar verbraucht.

Sie alle kennen das Wort.

Das Wort war selbstverständlich.

Alle kannten das Wort.

Alle wußten um die Bedeutung des Wortes.

Alle konnten die Bedeutung des Wortes erfüllen.

Heute kann kaum eine oder kann kaum einer die Bedeutung des Wortes erfüllen.

Das Wort ist leer geworden.

Das Wort ist tot.

Also lassen wir das Wort weg.

Kinder kennen noch nicht das Wort.

Erst später lernen die Kinder das schwierige Wort kennen.

Aber die Kinder können die Bedeutung des Wortes erfüllen.

Im Spiel können die Kinder die Bedeutung des Wortes erfüllen.

Denn. Im Spiel erweitern sich die Kinder.

Im Spiel dehnen sich die Kinder aus.

Im Spiel ziehen sich die Kinder wieder zusammen.

Im Spiel rollen die Kinder von einer Welt in die nächste Welt von einer Person in andere Personen.

 

Aber. Werden Sie sagen. Aber.

Die Kinder wollen heute nicht mehr leibhaftig spielen. Werden Sie sagen.

Die Kinder wollen heute vor der Tele-Vision sitzen. Sitzen. Still und stumm sitzen. Nicht leibhaftig spielen. Sitzen und schauen und stumm sein.

Da haben Sie recht.

Und vielleicht haben Sie die Kinder beobachtet.

Vielleicht haben Sie die Kinder bei den ersten Malen vor der Tele-Vision beobachtet.

Da haben Sie sehen können. Und hören können.

Das Kind spricht mit den Figuren in der Tele-Vision.

Das Kind antwortet auf die Fragen der Figuren in der Tele-Vision.

Aber ganz schnell. Ganz schnell lernt das Kind nicht mehr zu antworten.

Ganz schnell lernt das Kind stumm zu sein.

Ganz schnell hat das Kind still und stumm zu sitzen und zu schauen gelernt.

Ganz schnell hat das Kind die Todheit der Tele-Vision gelernt.

Ganz schnell ist das Kind ganz und gar still und stumm geworden.

Und darum auch gehen die Kinder so gerne ins Theater.

Und darum auch ist das Kindertheater so lebendig.

Auf der Bühne ist Leibhaftiges.

Auf der Bühne sind leibhaftige Figuren.

Das wissen Kinder sehr genau.

Sehr genau wissen Kinder das.

 

Aber. Wir haben keine Geschichte mehr.

Wir können keine Geschichten mehr erzählen. So rauben wir den Kindern die Vorstellungslust. So rauben wir den Kindern die Einbildungskraft. So rauben wir den Kindern das Spiel. Die Kinder sollen so werden wie wir. Und die Kinder müssen so werden wie wir. Tot. Ohne Vorstellungsvermögen. Ohne Einbildungskraft.

Es ist wie es ist.

Nur im allerengsten im allerkleinsten Kreis kann dem Kind noch die Vorstellungslust bewahrt werden. Nur dort. Nur dort in der Enge.

Das ist diese unsere Gegenwart.

Wenn. Ja wenn. Die Erwachsenen des allerengsten Kreises müssen sich gegen unser Jetzt stemmen. Die Erwachsenen müssen sich gegen alle anderen stemmen. Alleine. Immer alleine. Einige wenige Erwachsene im allerengsten Kreis stemmen sich immer alleine gegen das Jetzt. Gegen alle anderen.

Das ist neu.

Das ist fast nicht möglich.

Es ist nicht unmöglich. Es ist fast nicht möglich.

Denn. Überall ist heute alles.

Überall sind heute alle anderen.

Und vielleicht versuchen Sie den Kindern Verstecken Spielen beizubringen. Sie erklären den Kindern das Spiel. Auch das ist neu. Und dann rennen die Kinder los und brechen sich ein Bein.

Verstehen Sie. Die Kinder rennen los und brechen sich ein Bein.

 

Micky Maus ist überall. Überall.

Aber. Werden Sie sagen. Aber. Die Kinder wollen die Tele-Vision. Die Kinder wollen unbedingt die Tele-Vision.

Ja. Die Kinder wollen die Tele-Vision.

Die Kinder wollen nicht Verstecken Spielen.

Die Kinder können nicht Verstecken Spielen.

Es gibt viele Gründe dafür. Überlegen Sie. Sie kennen viele Gründe.

Die Kinder wollen Jetzt sein.

Die Kinder wollen nicht außerhalb vom Jetzt sein.

Außerhalb aller anderen. Außerhalb von allen. Das will kein Kind.

Kinder wollen wie die Erwachsenen werden.

Kinder müssen wie die Erwachsenen werden.

Kinder müssen so tot wie die Erwachsenen werden.

Nur so werden sie bestehen können.

Das wissen Kinder sehr genau.

Und so wollen Kinder die Tele-Vision.

Die Tele-Vision ist unsere Art von Vision. Diese Vision ist weit weg. Diese Vision ist weit weg vom Leib. Diese Vision ist weit weg vom Sprechen.

Es ist die einzige Vision.

Die einzige Vision bringt uns noch weiter weg von uns.

Wir wollen nicht Fühlen.

Wir wollen nicht Sprechen.

Wir wollen nicht Sterben.

Wir wollen tot sein.

 

Aber. Werden Sie vielleicht sagen. Aber. Ich will nicht tot sein.

Ich will leben. Ich will auch die Vorstellungslust haben. Aber. Genau. Aber. Beim Aussprechen schon wissen Sie. Sie haben keine Vorstellungslust mehr. Sie fürchten sich vor der Einbildungskraft. Mehr denn je fürchten Sie sich vor der Vorstellungslust und vor der Einbildungskraft.

Und Sie wissen. Es ist überall so.

Überall herrscht die Furcht vor der Lust der Vorstellung.

Überall herrscht die Furcht vor der Kraft der Einbildung.

Wir fürchten diese Kräfte so sehr.

Unser Zustand in dieser unserer Gegenwart ist so.

Wir sind so. Und alles um uns herum ist so.

 

Warum nun warum nun kann in uns und um uns herum die Vision nur eine Tele-Vision sein.

Es ist so. Wir halten nicht mehr aus.

Nein. Mehr halten wir nicht aus.

Mehr können wir nicht ertragen.

Das Kind im Spiel kennt keine Grenzen.

Für das Kind im Spiel ist alles möglich.

Wir aber sind tot. Wir fühlen nicht mehr. Um uns herum wird nicht mehr gefühlt. Dafür tun wir alles. Ja. Wir tun es. Jeden Tag tun wir es. Jede Stunde wird es getan. Manchmal tun wir es mit Wollust. Manchmal lassen wir es mit Wollust geschehen.

Oft lassen wir es nur geschehen.

Sie alle wissen das.

Bedenken Sie ihre Tage. Bedenken Sie ihre Stunden. Bedenken Sie ihr Tun an den Tagen in den Stunden.

Aber.

Ja. Hier ist jetzt Raum für ein großes Aber.

Die Urbedürfnissen tauchen manchmal wieder auf.

Manchmal bedarf eine oder einer des Geschichteten und der Geschichten.

Manchmal bedarf eine und einer der Vorstellungslust.

Manchmal bedarf eine oder einer der Einbildungskraft.

Das Auftauchen des Urbedürfnisses hat verschiedene Formen.

Sie alle kennen einige Formen.

Die hohe Form die allerhöchste Form ist das Auftauchen in der Kunst.

In der Kunst kann das Urbedürfnis nach Erzählen und Erzählt Bekommen wieder auftauchen.

Bei einigen wird es wieder auftauchen.

Bei einigen ist es wieder aufgetaucht.

Bei mir ist es wieder aufgetaucht.

In meinem Schreiben ist es wieder aufgetaucht.

In meinem Schreiben ist das Urbedürfnis nach Erzählen und nach Erzählt Bekommen wieder aufgetaucht.

 

Wie nun kann in dieser unserer Gegenwart erzählt werden.

Sicher kann nicht erzählt werden wie einst erzählt wurde.

Diese unsere Gegenwart ist grundsätzlich anders als vergangene Gegenwarten.

Was ist nun grundsätzlich anders in dieser unserer Gegenwart.

Die Wissenschaft ist grundsätzlich anders in dieser unserer Gegenwart.

Die Wissenschaft von den Körpern ist grundsätzlich anders in dieser unserer Gegenwart.

Die Wissenschaft vom Körper des Menschen ist grundsätzlich wichtig geworden in dieser unserer Gegenwart.

Nur noch die Wissenschaft von den Körpern ist grundsätzlich wichtig geworden in dieser unserer Gegenwart.

Die Wissenschaft von den Körpern ist grundsätzlich anders in dieser unserer Gegenwart.

Der Körper ist grundsätzlich ein anderer in dieser unserer Gegenwart.

Oder ist der Körper nicht grundsätzlich ein anderer in dieser unserer Gegenwart.

Das Bild des Körpers ist ganz und gar grundsätzlich ein anderes in dieser unserer Gegenwart

Der Körper ist ganz und gar grundsätzlich ein anderer in dieser unserer Gegenwart.

Sie alle wissen von den Wissenschaften der Körper und von deren Wissen.

Sie alle wissen von dem veränderten Wissen.

Das ist neu in dieser unserer Gegenwart.

Wenige nur verstehen das veränderte Wissen vom Körper.

Aber alle wissen von dem veränderten Wissen vom Körper.

Nicht von der Seele. Nicht vom Geist. Vom Körper.

Vielleicht gibt es keine Seele und keinen Geist mehr.

In vergangenen Gegenwarten starb ein Körper nach einer Lebenszeit.

Jeder Körper hatte eine Lebenszeit.

Geist und Seele lebten über die Lebenszeit des Körpers hinweg.

Früher einmal lebten Geist und Seele über die Lebenszeit des Körpers hinweg.

Jetzt lebt der Körper über Geist und Seele hinweg.

Diese unsere Gegenwart kennt die Lebenszeit nicht mehr.

Die Wissenschaft von den Körpern hat die Lebenszeit der Körper verschwinden lassen.

Der Körpertod gilt nicht mehr.

Die Wissenschaft vom Körper hat das Bild des Körpers verändert.

Im Bild des Körpers ist der Tod nicht mehr.

Das ist neu in dieser unserer Gegenwart.

Der Tod gehört nicht mehr zum Bild des Körpers.

Wir alle wissen von diesem Bild des Körpers.

Wir alle können nicht nichts wissen vom Nicht Tod des Bildes des Körpers.

Wir alle müssen den Nicht Tod des Bildes des Körpers annehmen.

Alle. Überall.

Und so wie wir alle den Nicht Tod des Bildes des Körpers annehmen müssen so müssen wir alle die Nicht Zeugung und die Nicht Empfängnis und die Nicht Schwangerschaft und die Nicht Geburt im Bild des Körpers annehmen.

Und. Die Nicht Zeugung und die nicht Empfängnis und die Nicht Schwangerschaft und die Nicht Geburt im Bild des Körpers unterliegen dem Bild des Körpers mit dem Nicht Tod.

Tod und also Nicht Tod im Bild des Körpers sind für jetzige Menschen wesentlich.

Das wissen wir alle.

Wir alle streben weiter.

Und weiter sind der Tod und also der Nicht Tod.

 

Und so wird der nicht körperliche Körper so wird der nicht körperliche Körper in dieser unserer Gegenwart so wird der nicht körperliche Körper zum Wesentlichen.

Sie alle kennen das.

Sie alle kennen die verschiedenen Formen dieser Wesentlichkeit.

Noch nie gab es so viele Formen von Wesentlichkeit des nicht körperlichen Körpers.

Überall gibt es Wesentlichkeiten des nicht körperlichen Körpers.

Sie alle kennen die Wesentlichkeiten der nicht körperlichen Körper.

 

Und noch etwas geschieht in dieser unserer Gegenwart.

Tod und also Nicht Tod im Bild des Körpers sind für jetzige menschliche Wesen bestimmend. Das wissen wir alle.

Aber einige menschliche Wesen wollen nicht den Tod und also Nicht Tod im Bild des Körpers.

Einige menschliche Wesen wollen den Körper.

Einige menschliche Wesen wollen nur den Körper.

Einige menschliche Wesen wollen nur noch den Körper im Bild des Körpers um sich herum.

Im Körper suchen einige ihre Geschichte und Geschichten.

Nicht im Geist nicht in der Seele im Körper suchen einige ihre Geschichte und Geschichten.

Einige wollen nur noch den Körper.

Aber wird das gehen.

Also.

Noch etwas geschieht in dieser unserer Gegenwart.

Der körperliche Körper der körperliche Körper wird mit Beginn dieses Jahrhunderts der körperliche Körper wird zum Wesentlichen.

Sie alle kennen das.

Sie alle kennen die verschiedenen Formen dieser Wesentlichkeit.

Noch nie gab es so viele Formen von Wesentlichkeit der körperlichen Körper.

Überall gibt es Wesentlichkeiten der körperlichen Körper.

Sie alle kennen die Wesentlichkeiten der körperlichen Körper.

 

Geist und Seele sind abhängig von dem körperlichen Körper als Wesentlichem und dem nicht körperlichen Körper als Wesentlichem.

Geist und Seele sind vollkommen abhängig geworden von dem körperlichen Körper und dem nicht körperlichen Körper als Wesentlichem.

Wesentlich also ist der körperliche Körper.

Und wesentlich also ist der nicht körperliche Körper.

Von diesen Wesentlichkeiten geht alles aus.

Das ist neu in dieser unserer Gegenwart.

 

Was aber ist der körperliche Körper.

Was aber ist der nicht körperliche Körper.

Der körperliche Körper hat den Tod.

Der nicht körperliche Körper hat nicht den Tod.

Und wir alle wollen doch den Tod nicht.

So wollen wir alle den nicht körperlichen Körper.

Der nicht körperliche Körper ist das Wesentliche.

Aber.

Der körperliche Körper ist auch das Wesentliche.

Auch der körperliche Körper ist das Wesentliche.

Und hier beginnt die Geschiedenheit des menschlichen Geschlechts.

In dieser unserer Gegenwart gibt es ganz entschieden die Geschiedenheit des menschlichen Geschlechts.

In dieser unserer Gegenwart gibt es ganz entschieden zwei menschliche Geschlechter.

In lange vergangenen Gegenwarten gab es ein menschliches Geschlecht.

In lange vergangenen Gegenwarten war das eine menschliche Geschlecht das andere menschliche Geschlecht.

In vergangenen Gegenwarten gab es auch nur ein menschliches Geschlecht.

In vergangenen Gegenwarten war das eine menschliche Geschlecht das eine herrschende menschliche Geschlecht.

Nun. In dieser unserer Gegenwart gibt es zwei menschliche Geschlechter.

Dabei hat das eine menschliche Geschlecht als Wesentliches den körperlichen Körper.

Und das andere menschliche Geschlecht hat als Wesentliches den nicht körperlichen Körper.

 

Sehen Sie sich die Kinder an.

Beobachten Sie die Kinder.

Es ist augenfällig.

Es ist ganz und gar augenfällig.

Jede und jeder kann es sehen.

Bei den Kindern werden sie die Wesentlichkeiten des körperlichen Körpers und des nicht körperlichen Körpers sehen.

Bei den Kindern werden Sie die die zwei menschlichen Geschlechter sehen.

Bei den Mädchen werden Sie die Wesentlichkeit des körperlichen Körpers und die Anwesenheit des Todes sehen können. Bei den Mädchen werden Sie die Lust des Gebären Könnens und das daraus Folgende sehen können.

Bei den Jungen werden Sie die Wesentlichkeit des nicht körperlichen Körpers und die Abwesenheit des Todes sehen können. Bei den Jungen werden Sie die Angst vor dem Gebären Können des körperlichen Körpers und das daraus Folgende sehen können.

Hören Sie den Kindern zu.

Hören Sie den Geräuschen der Kinder im Spiel zu.

Und Sie werden das BrummBrumm und das PengPeng der Jungen hören.

Und Sie werden sehen wie der Junge das BrummBrumm und das PengPeng ist.

Bei keinem Mädchen werden Sie das BrummBrumm und das PengPeng hören.

Und so kann auch kein Mädchen zum BrummBrumm und zum PengPeng werden.

Sehen Sie die Mädchen an.

Und hören Sie den Mädchen zu.

Sehen Sie was das Mädchen tut mit ihren Puppen.

Und hören Sie was das Mädchen spricht mit ihren Puppen.

Und Sie werden sehen. Und hören.

Kein Mädchen ist ihre Puppe.

 

In dieser unserer Gegenwart nun gibt es zwei Geschlechter.

In dieser unserer Gegenwart nun gibt es das Gebärende Geschlecht und gibt es das Zeugende Geschlecht.

In dieser unserer Gegenwart gibt es das Zeugende Geschlecht mit dem nicht körperlichen Körper als Wesentlichem.

Das Zeugende Geschlecht will den Tod nicht.

In dieser unserer Gegenwart gibt es das Gebärende Geschlecht mit dem körperlichen Körper als Wesentlichem.

Das Gebärende Geschlecht muß als Wesentliches den körperlichen Körper haben.

Das Gebärende Geschlecht kann nicht anders als den körperlichen Körper als Wesentlichkeit zu haben.

Das Gebärende Geschlecht kann nicht aus den körperlichen Körper heraus.

Denn. Und es ist ganz einfach.

Das Gebärende Geschlecht muß gebären.

Das Gebärende Geschlecht kann gebären.

Das Gebärende Geschlecht will gebären.

Muß und kann und will das gebärende Geschlecht nicht gebären.

Ja. Was dann. Was dann.

Das Gebärende Geschlecht will dann den nicht körperlichen Körper als Wesentliches.

Nicht jede Gebärenden Geschlechts muß gebären.

Nicht jede Gebärenden Geschlechts will gebären.

Aber. Jede Gebärenden Geschlechts kann gebären.

Damit hat jede Gebärenden Geschlechts den körperlichen Körper als Wesentlichkeit.

Aber. Das Gebärende Geschlecht vergißt ihr Gebären Können.

Das Gebärende Geschlecht will ihr Gebären Können vergessen.

Und das Gebärende Geschlecht vergißt ihr Gebären Können.

Und das ist neu in dieser unserer Gegenwart.

Das ist ganz und gar neu in dieser unserer Gegenwart.

Das Gebärende Geschlecht will nicht ihr Gebären Können.

Das ist neu.

Das Gebärende Geschlecht will nicht ihre Gebundenheit an den körperlichen Körper als Wesentlichkeit.

Das Gebärende Geschlecht vergißt ihre Gebundenheit an den körperlichen Körper als Wesentlichkeit.

Damit vergißt das Gebärende Geschlecht ihren Tod.

Damit wird das Gebärende Geschlecht weniger noch als das Zeugende Geschlecht.

Das Gebärende Geschlecht will nicht den körperlichen Körper als Wesentlichkeit.

Das Gebärende Geschlecht will nicht den Tod.

Das Gebärende Geschlecht will auch nicht den Tod.

Das Gebärende Geschlecht vergißt ihr Gebären Können.

Das Gebärende Geschlecht vergißt ihren körperlichen Körper als Wesentlichkeit.

Das Gebärende Geschlecht will auch den Tod vergessen.

Und. Das Gebärende Geschlecht will das Sterben vergessen.

Aber wird das gehen.

Sehen Sie die Kinder an.

Sehen Sie die Mädchen und die Jungen an.

Der Junge übt früh den nicht körperlichen Körper ein.

Der Junge übt früh das Vergessen des Todes ein.

So kann das Zeugende Geschlecht den nicht körperlichen Körper zum Wesentlichen machen.

Aber gelingt das dem Gebärenden Geschlecht.

Was wird aus dem Gebärendem Geschlecht.

Weniger noch als das Zeugende Geschlecht wird aus dem Gebärendem Geschlecht.

Ohne den Tod wird das Gebärende Geschlecht weniger noch als das Zeugende Geschlecht.

 

Was aber bedeutet das alles für die Kunst.

 

(Fortsetzung folgt )

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